Dr. Jeremy Sagala

“le parallèle est devenu oblique” (2008) für Altsaxophon, Klavier, und Max/MSP.

le parallèle est devenu oblique wurde im Frühsommer 2008 geschrieben. Der Kompositionsstil stellt eine Weiterentwicklung meiner persönlichen Sprache dar; mit nun stärker in Richtung klanglicher Überlegungen (über Spieltechniken und Signalverarbeitung) verschobenem Fokus und einem mehr die Makroebene betrachtenden Ansatz zur Handhabung von Geste und letztlich Form. Ich fand die Idee attraktiv, Saxophon und Klavier zusammen zu verwenden, um eine Reihe von sich entfaltenden Strukturen und Farben zu generieren und Timbre und Harmonie in einer spektralen Art und Weise zu nutzen, um jedem Abschnitt seine eigene Identität innerhalb des Stückes zu geben. Die Instrumente werden verstärkt, jedes Signal wird einer elektronischen Verarbeitung nach bestimmten Anweisungen in der Partitur unterzogen und auf vier Kanäle geroutet, die um das Publikum herum positioniert sind. Der Titel bezieht sich auf “parallele” Rhythmen die zu “schrägen” Rhythmen werden – das allgemeine Zeitraster der Arbeit ist eine Sekunde der absoluten Zeit (♩ = 60), über die das Klavier einen verzerrten Rhythmus (♩ = 45) überlagert. Die dadurch erzeugte rhythmische Dissonanz wird zu einem wichtigen Merkmal der Arbeit.

score

Richard Schwartz (Saxophon) und Kenneth Boulton (Klavier)