Dr. Jeremy Sagala

“Stalking the Wild Moon” (2005). für Marimba.

Stalking the Wild Mond (2005) ist ein Stück für Solo-Marimba, welches einige der klanglichen Möglichkeiten des Instruments erkundet. Indem die verschiedenen Register wie eigenständige Instrumente verwendet werden, verwandelt sich die Marimba hier in einem Kammerensemble. Diese Emulation ist in verschiedenen Formen erkennbar. Die opulenten Sustain Passagen, die trockenen Staccato-Noten und die kontrapunktischen Passagen bilden ein Destillat, was man in einem Werk für mehrere Instrumente zu hören erwarten würde, wobei die Konzeption und Komposition durchaus auf die Marimba zugeschnitten sind. Neben den schnellen Sprüngen im Register, bilden hier kontrastierende musikalische Materialien in Form von üppig nachklingenden Akkorden gegenübergestellt gegen komplexe lineare Passagen die musikalische Erzählung. Das Material wird nahezu unabänderlich fragmentiert und mutet dabei fast schizophren an, aber dennoch geben langanhaltende Stimmführung und lokale Details dem Stück einen einzigartigen Sinn für Richtung und musikalische Relevanz.

score

gespielt von Gereon Voß: